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Weinjahr 2011: Zertifizierung als ökologisch arbeitendes Weingut |
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27.10.2011 |
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Liebe Weinfreunde,
immer schon haben wir versucht, möglichst verbunden mit der Natur und umweltschonend zu arbeiten. 2008 haben wir die ersten Versuche gemacht, auf Kunstdünger, chemische Spritzmittel und Herbizide zu verzichten. Seit dem Jahr 2009 befinden wir uns im Zertifizierungsverfahren zur Umstellung auf ökologischen Weinbau. Im Weinbau dauert dieses Verfahren 3 Jahre (anders als zB im Gemüsebau, wo die Umstellung innerhalb eines Jahres vollzogen ist). Die Zertifizierung läuft über die Kontrollstelle DE-Öko-022.
Der Jahrgang 2011 ist nun der erste Jahrgang, den wir offiziell ökologisch vermarkten werden. Ich erkläre ein wenig, was sich für uns dabei verändert hat.
Der Verzicht auf chemische Spritzmittel. Ganz ohne Behandlungen gegen die wichtigsten Pilze im Weinbau, der Echte Mehltau, der Falsche Mehltau und der Botrytis-Pilz, geht es leider nicht. Würden wir völlig auf eine Behandlung verzichten, könnten wir unsere Trauben nicht vor dem Verderb retten. Durch die langen Wartezeiten bis zur Lese, die bei den chemischen Spritzmitteln (welche in die Traube eindringen und dort ihre Wirkung entfalten) gesetzlich vorgeschrieben sind, ist die Konzentration in der Traube und an der Traube quasi nicht mehr messbar. Eine wirkliche Belastung für den Weinkonsumenten ist nicht gegeben. Für uns als Anwender schaut das allerdings anders aus. Wir haben Kontakt mit den Mitteln, nehmen diese über Haut und Atemwege beim spritzen in unseren Körper auf. So viel Wein könnten Sie in Ihrem Leben gar nicht trinken um auf die Konzentration zu kommen, der wir beim Spritzvorgang ausgesetzt sind.
Dies hat sich deutlich verbessert in Zeiten der Schlepper mit geschlossener Kabine. Als Reinhard früher mit der kleinen Solo Minor Handspritze bei Gegenwind die Weinberge gespritzt hat sah das anders aus...
Das Hauptproblem für Sie liegt allerdings darin, dass sich chemische Spritzmittel, Herbizide und Kunstdünger durch Auswaschung im Grundwasser anlagern können und dieses belasten können. Dies wollen wir definitiv vermeiden.
Wir spritzen aktuell mit Schwefel (vielen bekannt durch die Anwendung im Garten, zB bei Rosen) und geringen Mengen Kupfer. Ergänzt wird dies durch Backpulver und Kokosöl. Die Ergebnisse sind hervorragend.
Gegen das Unkraut arbeiten wir mit einer rotierenden Scheibe, welche sich in den Boden eingräbt und das Unkraut auf den Kopf dreht. Alles, was stehen bleibt, wird dann mit der guten alten Hacke entfernt.
Der Aufwand hat sich für uns deutlich erhöht, gerade das bearbeiten des Bodens mit der Hacke, und verstärkte Laubarbeiten für eine luftige, lockere Laubwand, kosten viele Arbeitsstunden. Wir sind aber der Überzeugung, dass dies jeden Tropfen Schweiß wert ist!
Die Witterung in diesem Jahr setzte uns arg zu. Nachdem das Jahr hervorragend begann mit dem frühesten Austrieb, der jemals festgestellt wurde, erwischte uns ein schlimmer Maifrost. In einigen unserer Parzellen waren die jungen Triebe Temperaturen von -4 Grad Celsius ausgesetzt. Knapp 10 Prozent unserer Fläche war vom völligen Ausfall betroffen, auf dieser Fläche haben wir in diesem Jahr keinen Wein ernten können.
Danach ging es allerdings wieder sehr gut weiter. Eine gute Verteilung von Regen und Sonne ließ die Trauben gut reifen. Es sah nach einer perfekten Weinlese aus. Dann traf uns Ende August ein Hagelschlag. Die Kollegen von der Mosel traf es 2 Tage später leider noch härter, dort haben viele neben abgeschlagenen Trauben auch über ramponierte Dächer, Fassaden und Autos zu klagen.
Aber auch bei uns sah die Situation direkt nach dem Hagel dramatisch aus. Tags zuvor super reife, top gesunde Trauben waren aufgeschlagen, angeschlagen. Saft lief heraus, die Gefahr von Schimmel bestand. Zum Glück spielte uns die Natur dann doch noch in die Hand. Ein Regen kurz nach dem Hagel wusch die angeschlagenen Beeren frei vom Saft. Das Wetter besserte sich dann deutlich, wir erhielten warme, sonnige Tage und kühle Nächte, welche die angeschlagenen Beeren eintrocknen ließen und die übrigen im Bilderbuch-Altweibersommer perfekt reifen ließen.
Nun reifen die jungen Weine wieder in den Fässern und wir bereiten uns auf die Weinlieferungen und Weinproben der nächsten Wochen vor.
Herzliche Grüße aus Uelversheim.
Renate, Reinhard und Holger Götz |
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Hoffest 2011 & Facebook |
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22.06.2011 |
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Liebe Weinfreunde,
das bisherige Weinjahr war wieder sehr aufregend und ereignisreich. Wir konnten den frühesten, je gemessenen Austrieb und die früheste, je gemessene Blüte verzeichnen. Startschuss also für einen sehr gehaltvollen Jahrgang!
Allerdings erwartete uns am 4. Mai ein Dämpfer. In dieser Nacht kamen Spätfröste auf, die über 15 Prozent unserer Rebfläche schädigten, meist sogar zu 100 Prozent. Auf dieser Fläche wird es keinen Weinjahrgang 2011 geben.
Anfang Juni dann der nächste Schock: Nach 8 Wochen völligster Trockenheit kam der Regen um so gewaltiger zurück. Am 6. Juni fielen in einigen Weinbergsparzellen bis zu 75 Liter Regen in weniger als 90 Minuten, gepaart mit Hagel. Dieser Hagel betraf weitere 15 Prozent unserer Weinberge, die teils stark geschädigt wurden.
Jetzt reicht es uns erst einmal mit Wetterkapriolen und wir hoffen, dass sich die Natur für dieses Jahr genug ausgetobt hat.
Dies gilt natürlich auch für das kommende Wochenende! Unser Hoffest steht vor der Tür und wir sind fieberhaft mit den Vorbereitungen beschäftigt. Halle und Weinkeller sind aufgeräumt und geputzt, die Zelte sind gestellt, Tische und Bänke stehen und der Weinwagen schmückt bereits den Hof. Wir freuen uns auf drei ausgelassene Tage mit viel Wein und Feierei!
Der Freitag wird gestaltet vom Männergesangverein Uelversheim, der sein traditionelles Backeskartoffelessen veranstaltet. Beginn ist ab 19 Uhr, musikalisch wird der Abend begleitet von der Trachtenkapelle Dolgesheim.
Samstag starten wir ab 11 Uhr. Von 13 Uhr bis 18 Uhr findet die große Weinverkostung statt, im gleichen Zeitraum bieten wir Weinbergsrundfahrten an. Auf diesen erklären wir ebenfalls die ökologische Wirtschaftsweise in unserem Betrieb. Am Nachmittag bieten wir Seminare an zum Thema "Wasser & Wein", geführt von Wassersommelier Martin Sons. Am Abend unterhält uns dann die Band "True Colour" mit Livemusik bis in die späten Abendstunden!
Der Sonntag wird eröffnet vom Musikverein Harmonie aus Bittelbronn. Von 13 Uhr bis 16 Uhr finden wieder Weinverkostung und Weinbergsrundfahrten statt. Am Nachmittag singen die Chöre des MGV Uelversheim.
Samstag und Sonntag servieren wir zudem Kaffee und Kuchen. Wir danken dem MGV Uelversheim, der sich an allen Tagen um die Verpflegung der Gäste kümmert.
Seit Anfang des Jahres verstärken wir unsere Kommunikation über Facebook. Im Gegensatz zur aufwändigen Aktualisierung der Homepage bietet Facebook uns einen schnellen und vor allem aktuellen Weg, Ihnen Neues aus unserem Weingut zu präsentieren. Begleiten Sie uns bei den Arbeiten im Weinberg oder auf Weinfesten, erleben Sie Hintergründe und Infos zum Weinbau. Stellen Sie Fragen, interagieren Sie mit uns. Dies bietet eine völlig neue Möglichkeit, noch näher an der Produktion Ihres Weines zu sein! Eine Mitgliedschaft bei Facebook ist dabei keine Pflicht, unsere Seite kann auch ohne Mitgliedschaft angeschaut werden. Lediglich eine Interaktion ist dann nicht mehr möglich, eine Anmeldung nur wegen uns somit nicht nötig!
Natürlich werden wir auch weiterhin die Homepage aktualisieren. Mehr Infos und sicherlich auch Zusatzaktionen wie Angebote oder auch mal ein leckeres Rezept werden wir zukünftig überwiegend via Facebook veröffentlichen, da dies für uns schneller und effektiver möglich ist. Schauen Sie also einmal rein unter:
Weingut Götz auf Facebook
Weingut Götz: Gefällt mir! ;-)
Herzliche Grüße aus Uelversheim.
Renate, Reinhard und Holger Götz |
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Nachbetrachtung zum Weinjahr 2010 + Ausblick auf die Weihnachtssaison |
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18.10.2010 |
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Liebe Weinfreunde,
ein Jahr der Extreme liegt hinter uns. Nach einem der härtesten und kältesten Winter der letzten Jahrzehnte (im Zuge des Klimawandels fast schon nicht mehr für möglich gehalten) folgte ein verzögerter Austrieb der Knospen. Während der Rebblüte, der Zeit also, die den Fruchtansatz, und somit die Menge der sich entwickelnden Trauben, bestimmt, war es sehr kalt und regnerisch - die Schafskälte hatte das Land im Griff. Viele Beeren wurden nicht befruchtet und entwickelten sich nicht weiter. Dann folgten 3 Wochen extremster Hitze, abgelöst vom nassesten August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Ein Jahr also, dass uns im Weinberg alles ab verlangte und uns einmal mehr vor Augen führte, wie abhängig wir Winzer vom Wetter sind und wie sehr dieses doch die einzelnen Jahrgänge prägt. Aber gerade da liegt ja auch der Reiz, die Herausforderung, die Abwechslung und die Spannung in diesem Beruf! Und genau das macht auch die Weine der Winzer so spannend, da diese Einflüsse im Wein einfach schmeckbar sind und jeden Weinjahrgang auf einzigartige Weise prägen!
Der aktuelle Jahrgang überzeugt, nach einigen sehr kräftigen Jahrgängen, wieder mit alkoholärmeren Weinen und mehr Filigranität und Finesse sowie sehr ausgeprägten Fruchtaromen. Die jungen, meist noch gärenden Weine, präsentieren sich aktuell sehr spritzig, fruchtig und trinkfreudig - ein Jahrgang, der Spaß macht!
Die Kehrseite der Medaille gibt es allerdings auch. Das kühle Wetter während der Blüte kostete uns ca. 30 Prozent unseres Ertrages, da deutlich weniger Trauben gebildet wurden. Der Jahrgang fällt also sehr klein aus, es empfiehlt sich, dies bei der Bestellung im Frühjahr im Hinterkopf zu haben!
Nun geht für uns die Zeit der Verkostungen, Weinproben und Lieferungen los. Unter "Touren und Feste" finden Sie die aktuellen Liefer- und Verkostungstermine. Besonders hervorheben möchten wir auf die Verkostung mit Markus Wolf von Holz im Raum am 6. November und die Verkostung in Düsseldorf mit Claus Marschel im Club der kochenden Männer in Bilk am 7. und 8. November!
Herzliche Grüße aus Uelversheim.
Renate, Reinhard und Holger Götz |
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Moderne Weinpräsentation mit unserem neuen Weinstand |
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04.05.2010 |
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Liebe Weinfreunde,
viele von Ihnen haben uns kennen gelernt über unsere Weinfeste, aktuell besuchen wir Düsseldorf, Siegburg und Offenbach. Seit über 25 Jahren hat uns dabei unser alter Holzstand gute Dienste geleistet. Doch das Holz wird langsam morsch und rechtliche Bestimmungen sowie unwirtschaftliches Arbeiten führten zu der Entscheidung, das wir etwas neues benötigen.
Lange haben wir überlegt, getüftelt und ausgeknobelt, geplant und letztendlich realisiert. Gemeinsam mit CTR Fahrzeugbau haben wir eine Lösung gefunden, die modern, frisch, und funktional ist und uns daher völlig überzeugt. Wir hoffen, dass wir damit auch Ihren Geschmack getroffen haben und freuen uns schon auf ein Wiedersehen auf einem der kommenden Feste.
Der neue Stand bietet uns enorme Arbeitssparnis beim Aufbau, ein mehr als 3mal so großes Kühlvolumen und mehr als die doppelte Thekenfläche. Viel Platz für Sie also, um perfekt temperierte Weine genießen zu können!
Herzliche Grüße aus Uelversheim
Renate, Reinhard und Holger Götz
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Kalle im Wingert |
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Das Buch "Kalle im Wingert" handelt von Kalle, einem Jungen, der aus Berlin in ein kleines Dorf in Rheinhessen gezogen ist, und seinen Abenteuern mit Mia und Ihrem Opa, der Winzer ist.
Zusammen helfen Sie Mias Opa bei der Arbeit im Weinberg und er erklärt Ihnen, was er denn so alles zu tun hat über das Jahr. So gehen Sie zum Beispiel Reben schneiden, stehen staunen vor der Lesemaschine, veranstalten ein Weinbergsschneckenrennen und machen Ihren eigenen Traubensaft. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben und sowohl ein Lesebuch für die Kleinen als auch ein Schmökerbuch für die Grossen. Illustriert wurde das Buch von Carolin Klein, einer Freundin von mir, also ein weiterer Grund, das Buch zu kaufen ;-).
Erhältlich ist es bei Amazon.de oder auf Vorbestellung auch bei uns.
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